Edeltot
Slavko Rendell ein konservativer Schreiberling aus gutem Haus , hörte aus dem Dorf seiner Stadt Großhülsberg das Läuten der Kirchenglocken. Es waren die Totenglocken , soviel er weiß. Die Stadt hatte doch tatsächlich einen Pestkranken zu beklagen. Es war ein Arzt , der an sich diesen tödlichen Erreger selbst ausprobierte. Es stand in der Zeitung und der Arzt war nun an den Folgen seines Selbstversuches gestorben. Slavko war entsetzt. Aber er konnte nicht sprechen denn seine Zunge fehlte. In der Autoindustrie hatte Slavko viele Freunde gehabt . Caspar Jansen und Theodor Jessinghausen. Anna Stanko und ihren jüdischen Ehemann Isak Stanko der ein Lette war und natürlich ein Jude gewesen ist. Slavko war damals wie heute eine Berühmtheit im Theater gewesen. Er glaubte seit seinem Unfall nicht mehr daran. Er schrieb Bühnenstücke und kleine Storys für die Zeitung. Seit kurzem fehlte ihm wegen seines Unfalls seine Stimme. In einer Nacht wo er sich mit seinem neu gekauften Auto , in einem verlassenen Landstrich verfahren hatte , war es passiert. Seit dem spürt er nur noch einen Rest seiner Zunge. Im Winter kam die Krankenhausrechnung ins Haus und somit die Erinnerung an damals als das Auto von der Straße abkam. Neben seinem langen Schweigen und Angst vor der Zukunft , hatte Slavko nun auch Angst vor einer trostlosen Mahlzeit. Das Leidwesen alle Menschen die am Rande der Armut stehen ohnehin die Vorstellung ohne ein gesichertes Einkommen zu sein veränderten seine Haushaltspläne auf eine groteske Art und Weise das er nun anfing sich um sein restlichen Vermögen sorgen zu machen. Die Armut dachte er , setzt sich jedes mal durch wie eine Seuche.
Bald schon dachte er würde er einen neuen Bestseller veröffentlichen. Sein fragender Gesichtsausdruck erklärte ihm alles. Was würde er für einen neuen Volkswagen alles tun dachte er und spuckte auf seinen Dielenboden. War dies der Anfang einer neuen Idee. Der Aufbruch in eine wunderbaren Zukunft? Sein neues Leben ohne Zunge verwandelt sich in einem wirkungsvolle Tragödie , dachte er und inhalierte die Auszüge einer Opium Pfeife ein , als der Schmerz nicht nachlassen wollte. Wie der Leibhaftige fühlte es sich in seinem Hals an. Die Jungfräulichkeit war als ihm sein Zustand bewusst wurde komplett aus seinem Körper gewichen. Die Konsequenz dafür noch ein mal kräftig an seine Pfeife zu ziehen.
Während er dran zog dachte er unweigerlich darüber nach einen neuen Roman zu schreiben , eine Erzählung , die er bald schon zu Papier bringen möchte. Bis zur Jahreswende 1930 sollte es fertig sein. gleichzeitig möchte sich Slavko eine Schäferhündin kaufen.
Damit seine Selbstgespräche nicht in einem Drama endeten so sein Schlussgedanke. Als er den Entschluss gefasst hatte besorgte er sich schon nach einer Woche eine weibliche Schäferhündin , die er Ricka nannte. Slavko befasste sich nicht wirklich mit ihrem Hundeleben ,doch für ihn persönlich bedeutete es sich besonders zu fühlen dank eines Tieres an seiner Seite. Er merkte bald als das Tier unter seinem Dach lebte , sich seine Leistungsgeschwindigkeit beim schreiben erhöhte und somit ein Buch schnell geschrieben war. Das Tier löste einen wohlwollenden Reiz auf ihn aus , sosehr das Slavko darauf Wert legte , das wenn er zu arbeiten anfing das Tier unter seinem Schreibtisch verweilen musste. Slavko hatte Angst in den Spiegel zu sehen . Sein Gesicht das nun ohne Zunge irgendwie mager aussah stand in jeder Beziehung zu ihm in einem komplizierten Winkel. Die Wiederherstellung seines üblichen Aussehens darüber hätte sich Slavko gerne mit einem Arzt unterhalten. Und sicher mit einem Schönheitschirurg. Obwohl er sich ziemlich sicher war, dass er mit einem anderen Gesicht sicher auch nicht verführerischer auszusehen fähig war. Als es Abend wurde und es langsam , langsam immer dunkler wurde ,griff Slavko zum Lichtschalter. Entlang an der Wand entlang , gelang es ihm mit einem Griff ihn umzuschalten. Und da kam er auf eine Idee: Nach einem höllischen Tag und mehreren Gläsern Wein spürte Slavko deutlich das er zwei Gläser Zuviel getrunken hatte. Er hörte die Autos von der Straße. Stellte sich vor wie sie in der großen Stadt von Erso verschwanden. Erso eine Kleinstadt von Großhülsberg. Dort kannte Slavko viele Frauen. Wie Rebeca Orlowsky und ihre beste Freundin Margot Klein . Aber auch die beiden Schwestern Mimi und Marion Dinkelmann. Sie waren zwei Schwestern die fieberhaft um die Gunst des Schriftsteller Slavko Rendell warben.
Zwei Schwestern mit mit einer verschrienen Vergangenheit. Keiner der beiden kam jemals ohne einen Blick in den Spiegel aus. Die eine verblüffte mit ihrer strahlend weißen Haut ,die andere entzückte mit ihrem hellblonden Lockenkopf , welche Locken ihr sanft über die fleischigen Schultern fielen.
Allerdings war Marion die ältere der beiden Schwester kein sanftes Geschöpf. Sie trug an ihrem Halsketrchen einen blauen Amethyst , den sie geradezu Täglich übertrieben in ihrem kleinen Handspiegel besah. Ihre Schminke verlieh ihren Wangen ein verführerisches Assehen. Aber auch ihre gesunde Farbe besonders ihre dunklen Augen taten dies zu genüge. Mimi war das Leuchten in Person. Sie liebte alles was einen grünen Anstrich hatte. Auch ihre Kleider enthielten jede menge Grüntöne. Deswegen besaß sie auch einen grünen Umhang zum Ausgehen. Von Mimi konnte man jeden menge Respekt erwarten, wenn auch ihr Verhalten sich manchmal sehr daneben benahm ,konnte man Mimi Respekt entgegen bringen. Mimis Haar war wenn es nicht fest gesteckt war kaum zu bändigen. Ihre wilden Locken fielen ihr sanft über den Rücken. Sie tat alles für ihr Aussehen. Und schickte sich nicht an , vornehem zu spielen.
Seit dem Tod ihres Vaters fingen das Schwesternpaar an , sich regelmäßig ihr Haar zu färben. Vorbei waren die Tage wo sie sich ihr Haar zu einem strengen Knoten im Nacken hochsteckten und mit ernster Miene zur Kirche am Sonntag hin spazierten.
Auf einem Abendball lernten Mimi und Marion Dinkelmann Slavko Rendell
beim Roulettespiel kennen. Es war einer dieser Abendende gewesen die jeden Freitag ,am Samstag und am Sonntag in Großhülsberg statt fanden. Mimi und ihre Schwester Marion verdienten sich beim Roulettespiel ihr Brotgeld. Auch wohnten sie zeitweise auf einem Landgut in München , bei einem wohlhabenden Herrn , der sie kurzzeitig bei sich aufnahm und sie täglich in teure Lokale ausführte.
Für Slavko Rendell traten Marion und Mimi Dinkelmann gerade rechtzeitig ins Leben. Obwohl er nach seinem Unfall nicht gerade anzusprechen war, buhlten die beiden Frauen weiter um seine Liebe. Er rief sie mit seinem Telefon an und schickte seinen Chauffeur zu ihnen.
Sie nahmen die Herausforderung gerne an , dem Schreiberling einen Besuch abzustatten. In seinem Haus in dem sich immerhin zehn Zimmer befanden war reichlich viel Platzt. Das Esszimmer in dem reichlich viele Stühle an einem Tisch standen wurde nur von Slavko selbst benutzt. In seiner Wohnzimmerstube standen zwei bequeme Sofas und ein Sekretär. Das Bücherregal war voll gestellt mit Einbänden und Schmökern. Alles in allem war das Haus des Schreiberling mit vielen Teppichen , Wandgemälden , Lampen , Kerzenleuchtern , Vitrinen und Truhen eingerichtet. In einer Ecke stand sogar ein alter Ohrensessel. Oft stritten sich die beiden Schwestern Mimi und Marion um ihren Schwarm der so viel von sich hielt. Dann hatte er mit geschwollenem Lippen zu ihnen gesprochen : Ihr braucht euch nicht um mich zu streiten , ich liebe euch Beide. An manchen Tagen wenn Slavko zu sehr die Vergangenheit einholte , sein Rest Zunge ihn redlich nervte , hatte sich Slavko mit Wein und Vodka volllaufen lassen. Er war schon betrunken als sie eintrafen.
Daraufhin meinte Marion , das Slavko noch an der Flasche sterben würde.
Oder an seinen eigenen Worten , wenn er sich schon nicht mehr an seine Zunge verschlucken kann. hatte Mimi geantwortet.
,, Ihr klingt vielversprechend ihr zwei Hühner. Wollte ihr mir nicht einen Wunsch erfüllen" ,, Bei deinem Charaktere Slavko wird es schwer sein , dir einen Wunsch zu erfüllen. Dein dahinsiechen von deiner Trunkenheit , hatte sich sehr ungelenk in deinen Gedanken gemacht. stört dich deine Trunkenheit nicht bei deinen Geschichten". wollte Mimi von ihm wissen. ,, Mir ist so langweilig , ihr Weiber seit heute so emotionslos , so kenne euch gar nicht" sagte Slavko.
Die beiden Schwestern kniffen ihre Augen feste zusammen und schauten Slavko an der in ihrer Mitte stand. Er schaute bei seinen Worten so lächerlich aus dachte Mimi. Seine viel zu weiten Hosen , und sein viel zu kleiner Kopf ragten aus seinem Mantelkragen wie ein Grashalm. Slavkos Gesichtszüge waren wie die eines Mannes , doch sein Gesicht schien das Gesicht eines Griesgrams zu sein.
Marion befehligte den Schreiberling er solle sie augenblicklich zu lachen bringen oder sie würde den ganzen Abend nicht ein Wort mehr mit ihm reden. Slavko war ein wie immer ein Flegel und antwortete ihr. Zu schade , dass Marion heute keinen feinen Herrn hat. Er rieb sich die Hände und grinste bis über beide Ohren. Oh du Dieb von Worten sagte das Weib zu ihm. Wenn ich doch bloß einen Ausweg wüsste es dir heimzuzahlen sagte Marion jetzt schnippisch. Sie machte kein Geheimnis aus ihrer Verzweiflung. Damit der Anschein seinen Zweck erfüllte hatte Marion jetzt ein paar Worte an Slavko gerichtet.
Man sollte ihn mehr kritisieren und seine Romane wie seinen Hauptfiguren keine zu große Aufmerksamkeit schenken. Vor allen die Figuren in seinen langweiligen Büchern ,sind meistens betrunken und und fast immer Alkoholkrank. Er kann froh sein das seine Redegewandtheit , auf ein verschleuderndes Herz zurückzuführen ist und seine Frechheit als Kunst angesehen wird. Dass sich seine Bücher so gut verkaufen , hat er am ende nur uns beiden Schwestern zu verdanken sagte Marion , weil wir immer nüchtern sind und keinen Tropfen anrühren , wenn die Woche angefangen hat. Wir zwei hervorragende Schwestern , sind die Geliebten eines Schriftstellers , der sich uns verweigert wenn wir ihn brauchen und der trinkt , wenn wir erregt sind und uns nach seinem Körper sehnen. Mimi gab ihr recht und streckte Slavko deswegen trotzig ihre Zunge raus. Es ist nicht leicht mit einem Künstler befreundet zu sein sagte diese. ,, Ich stelle immer wieder fest
das Slavkos selbstbestimmtes Leben , uns als seine Untertanen , neben ihm aussehen lassen". In diesem Augenblick viel ihm dem Schreiberling , zu diesem Thema eine würzige Komödie dazu ein , die er begierig aufschrieb , als die Freigiebigkeit seiner Gedanken in seinem Kopf unverdrossen eine Idee nach der andern herunter trällerten. Wie etwa
Mimi und Marion haben sich im falschen Gemach verlaufen. ,, Wie witzig von dir Slavko". Marion lachte auf. ,,Ich werde meiner Fantasie nicht widerstehen , Mimi in meiner nächsten Komödie als Maultierweibchen zu beschreiben. Und noch dazu werde ich bei Zeiten zwei Köpfe andichten.
Mit Herrscherblick sah Slavko sein Geschwisterpaar jetzt gewitzt an. Mit zwei Köpfen wiederholte Slavko und musste grinsen.
In seinem Ohrengedächtnis hämmerte es wie wild drauf los , versucht einen Ausweg aus seinem Labyrint aus Worten zu finden. Wort für Wort viel ihm dabei ein zu sagen. Wie etwa : Mimi schaut aus wie ein Maultierweibchen. In ihrer Verwandlung zum Maultier , hatte sie kurz laut aufgewürgt. Marion ihre stolze Schwester hatte in der Zeit von ihr eine lustige Illustration im Liegen von ihr angefertigt. Ihr Zeichenblock enthielt jede menge Karikaturen von ihr. Liebestoll von dem neuen Ansehen ihrer Schwester steckte sie ihr eine Flasche in den Maultierhintern rein. Slavko fand diesen Irrtum von der Verwandlung zum Maultier ganz köstlich.
Es war durchaus zutreffend.
Mimi sah wirklich wie ein Maultier aus. Ihr Gewieher hatte es ihm als zu deutlich gemacht.
Der Seitenhieb , hatte ihr aber dann doch schmerzlich zugesetzt. Und weil Slavko ihr eine Chanze gab hatte er sie poetisch ins richtige Licht gesetzt. So sehr das Slavko anfing an dem Sinn seiner Worte zu glauben und Mimi zu bemitleiden. So als hielte sich seine Anschauung vom Leben an Gott und sein Leid. Sein Vater hätte in dem Moment stolz auf ihn sein können wären da nicht die vielen Dornen in seinen Augen. Slavkos Witze über Mimi nahmen einfach kein Ende. Als er wegen seiner schönen Worte eine Münze warf und darauf wettete das Mimi dazu in der Lage sei , sich in ein Schwein zu verwandeln.
Was für ein Aberwitzt , sagte jetzt auch Marion. Die lag mit ihren breiten Schenkeln unter einem Lila Baldachin , umgeben von Palmen und grünen Pflanzen.
Slavko besah sie von seinem Platz aus , als einen köstlichen Engel , der im weiblichen Weltkreis stehe. Sie strickte Socken und hörte ihm weiter beim dichten zu. Oder noch besser gesagt wie er anfing eine Parodie vor ihren Ohren zu trälern.
Er
begann wie immer mit der Ankunft von zwei Frauen. Mimi und Marion
zwei Schwestern aus Frankfurt , hatten den Mut und die Kraft sich ihm
einen Mann ohne Zunge vorzustellen. Einem Mann , einem Dichter ,
einem Denker des neuen Jahrhundert. Mimi und Marion waren noch nicht
ganz erwachsen wie sie schon gleich zu Anfang ihrer ersten Begegnung
zugaben. Sie wären aus tiefster Not von Zuhause weg gelaufen. Doch
was kümmerte es sie denn ihr Vater hatte bis zu seiner letzten
Todesstunde nur über sie geflucht. Aus Verzweiflung waren die beiden
Schwestern schließlich von Zuhause weggelaufen. Sie lasen in der
Zeitung wie etwa : Zu seiner Schaffensfreude suche ein echter
Künstler eine Muse. während Mimi dem Künstler ihre Gebeine zeigte
, errötete die jüngere Schwester Marion neben ihr . Als er sich für
beide Schwestern entschieden hatte , verschwand er mit ihnen sogleich
ins Bett denn die beiden Schwestern Mimi und Marion . besaßen die
fetten Schenkel , die Slavko so sehr an Frauen liebte. Somit nahm
eine lange Liebesgeschichte ihren Lauf , mit zwei Frauen im Anhang.
Wie konnte Slavko zwei so couragierte Frauen wie die beiden
Schwestern Mimi und Marion von der Bettkante stoßen , wo sie ihn
doch so gut mit der Liebe versorgten. Das Thema trug zu viele Früchte
, sicherlich im Bett noch so viel mehr , das es einem schwer viel ,
sie wieder fort zu schicken. Aber die Liebe war nicht der alleinige
Grund , warum die beiden Schwestern bei dem Schreiberling blieben.
Nur zögerlich gaben sie zu das Geld für sie an erster Stelle
alleine das Licht der Welt für sie darstellte und an zweiter Stelle
ein annehmbares Zuhause mit Wasser und einer guten Stromversorgung.
Slavkos Herz hatten Mimi und Marion auf jeden Fall für sich alleine
gewonnen. Er gab sich mit ihnen zufrieden weil sein Leben nur dann
reibungslos verlief , wenn er nackte Frauen beobachten und zuweilen
kommandieren konnte. Während er sich in Mimi Brüsten wiegte , hatte
Marion ihn anders in Versuchung gebracht.
So sprach man in der
Nachbarschaft , das Slavko die beiden Schwestern in Schande gestürzt
hatte. Jeder fragte sich aus welcher Familie kamen sie , und hatten
sie überhaupt welche , und was für ein Leben ist das was sie da
gemeinsam mit dem Schreiberling führten? Was wird aus denen in der
Zukunft werden , wenn sie weiter zu dritt ins Bett gingen? So sagte
man , und auch die Haushälterin des Schreiberling hatte gesagt , er
könne die Weiber einfach gut überreden. Da sein Denken ihr
weibliches Hirn zum Handeln anregte sprach man von Slavko , er hätte
zu sprechen verlernt und wäre hinter seiner abgetrennten Zunge als
Meister der Verführung zurück geblieben . Man konnte nur vermuten
was in Mimi und Marion vorging , aber sicher wollten sich die
Schwerstern nicht selbst erniedrigen ,denn ihre Eitelkeit hätte
sonst einen Schaden erlitten. Na wenn das kein Grund ist für sie
einen Witwenschleier zu tragen. Slavko hatte am Ende sogar darauf
bestanden das sie es tun. Sie äußerten sich immer über ihr
Vorhaben ihn zu verlassen , wenn er ihnen nicht die Kleidung bezahlte
die er so sehr an ihnen liebte zu sehen. Marion arbeitete da sie
selbstständig und nicht von einer Modeagentur abhängig war , hatte
Marion viel Zeit , selbst an irgendwelchen Stofffetzen herum zu
nähen. Mimi schaute ihr genervt dabei zu. Die Arbeitsweise ihrer
Schwester harmonisierte mit der Schreibmaschine ihres Liebsten ,
während sie die Nähmaschine bediente. Deshalb hatte sich Mimi aber
keineswegs gelangweilt. Was das Lesen besonders angenehm machte wenn
sie daneben saß und die vielen kleinen Kapitel durchging die Slavko
nur für sie geschrieben hatte. So wollte Mimi es glauben. Slavkos
Gelehrsamkeit ging ihr dabei kein wenig auf die Nerven. Auch die
Nähmaschine von Marion nicht. Dahinter schwillte ihr Busen mächtig
an wenn sie wütend , aber immer freundlich , einen Umhang für
Slavko nähte. Seine Bücher , bedeuteten ihm nichts als Hassliebe.
Und was Mimi und Marions Liebe zu ihm anging , waren sich das dreier
Paar einig , hatte ihre Beziehung alleine deswegen , einen
unfehlbaren Geschmack bekommen.
2. Am Nächsten Morgen wurde
Slavko wach. In der Küche ,da hörte er wie Ricka seine Hündin an
Töpfen und Zuber rüttelte. Davon gerieten die Pfannen und Kessel in
Bewegung und machten Krach. gleichfalls von dem Lärm , drehte sich
Slavkos Magen . Seine Haushälterin Susanne trat gerade durch die
Eingangstür , und half dem Tier an sein Futter zu kommen. Mit
Kopfschmerzen trat Slavko neben sie , kaum in der Lage sich gerade
neben sie hinzustellen. Was ist los fragte sie ihren Hausherren. Sie
reichte ihm ein Glas Wasser damit er seinen trockenen Hals kühlen
konnte. Heute ohne Totenglocken läuten sagte Susanne. Dieser Idiot
von einem Wissenschaftler hätte uns beinah in ein Unglück gestürzt
sagte sie. Slavko gab ihr recht , und bedankte sich bei seiner
Haushälterin für das Glas Wasser . Er schaute aus dem Fenster der
Küche und dachte über den Mut des Wissenschaftler nach , der sich
mit der Pest selbst umgebracht hatte. Die Morgensonne stach in sein
Haus , das mehr was von einem Schloss hatte. Die Sonne glänzte
weiter umsiedelte die Stadt Großhülsberg gutmütig und wich nicht
aus seinen Augen. Wie der Gedanke an der Pest zu sterben nicht aus
seinen Gedanken wich. Slavko viel in einen Traum , sah einen Haufen
Ratten umherlaufen. Narbige Menschen mit Pocken und vernebelten
kränklichen Blick. Aber das machte doch gar keinen Sinn dachte er ,
und fand den Gedanken an der Pest zu sterben in diesem Jahrhundert
völlig unlogisch.
Er dachte viel lieber an Mimi , die gerne hohe
Schuhe trägt und die ihre Lippen immerzu rot schminkte. Sie
verdrängte alle Idiotischen Selbstversuche mit Doktor Schnabel
sodass Slavko sich freute sie wieder zu sehen. Ihr Schuhe waren beim
letzten mal verstaubt und schmutzig gewesen. Und sie Kicherte jedes
mal wenn er sie am Busen fasste . Die Geschichte wird ein böses Ende
nehmen dachte Slavko. Denn sein Auto kommt in seinen Träumen immer
wieder vom Wege ab. Die Vögel zwitschern über ihn , und er Slavko
ist alleine , eingesperrt in seinem Wagen , der ihn zum Krüppel
machte. Niemand befreit ihn , weder Mimi noch Marion ist da , noch
Susanna seine Haushälterin. Ein Schleier wehte von den Unfallstelle
herüber , wie ein aufdringlicher Schmerz der sich in seinem Mund
breit machte. Er nannte sich nach seinen Unfall Captain Blaubart.
Seine Haushälterin störte ihn bei seinen Träumen , fragte ihn was
es hinter der hohen Gartenmauer zu kucken gibt und fragte ihn ob er
heute Abend wieder durch das Gesindel Viertel spaziert. Aber Slavko
wusste im Moment nichts zu Antworten. Er sah sich die dunklen Wände
der Küche an , blickte wieder raus aus dem Fenster und sah rüber zu
den Wirtschaftsgebäuden. Sie waren mit hohen Fenstern versehen und
wirkten erhaben. Seine Haushälterin hatte eine Laufmasche in ihren
Strümpfen, und auch ihre Schuhe waren staubbedeckt. Was ist mit
ihren Schuhen fragte Slavko sie und wurde energisch. Ich war mit dem
Fahrrad gekommen sagte die Alte. und sie wissen ja wie da ist , und
nach dem ersten Windsturm ist es vorbei mit der Sauberkeit wenn die
Pfütze naht. Seine Haushälterin hatte Recht. Slavko entging nicht
ihr graues Haar ,das Susanne zu einem Knoten gebunden hatte. Und er
dachte Marion trug immer rote Schleifen in ihren blonden dichten
Locken die sie einmal im Monat färbte. Im letzten Jahr hatte Slavko
sie aufgefordert sich nackt in seinem Gemüsebeet hineinzustellen.
Hinter ihr weitläufige Wiesen , Sträucher und überzweigte Äste
der Gartenmauer die Marion umgaben. Zu der Zeit hatte Slavko noch
seine Zunge gehabt. Er machte sich eine Notiz zu seinem Schicksal und
ließ sich von seiner Haushälterin das Frühstück auftragen. Sie
fragte ihn wer kommt sie heute Abend besuchen , ist es Mimi oder ist
es Marion. Keine von beiden sagte Slavko schwerfällig und so wie es
ohne Zungenspitze eben nötig war. Wie seine Haushälterin schon
sagte bekam Slavko am späten Abend Besuch. Er blieb bis Mitternacht.
Es war Margot Klein , mit der Slavko seinen restlichen Abend
verbrachte. Nach dem Abendessen und einem herrlichen Kaffee , schaute
sie lange zum kleinen Friedhof hin , der gleich hinter dem Haus des
kleinen Grundstücks lag. In der Ferne sah sie dahinter zur Straße
ein holperndes Fahrzeug heranfahren , das beim heranfahren Gestalt
annahm , und in der Nacht verschwand , die das Fahrzeug in sich
aufgenommen hatte.
Slavko
fing jetzt wieder vom geisteskranken Professor zu erzählen an. Die
Pest hatte ihn so sehr fasziniert , das dieser kranke Professor sich
mit dem Erreger infizierte. Dank der medizinischen Überwachung
konnte man eine noch größere Katastrophe verhindern sagte Slavko
getrost , und starrte in die Richtung von Margot Klein. ,, Ja ich
habe auch davon gehört sagte sie. Man hatte seinen Leichnam
verbrannt so habe ich es auch in der Zeitung gelesen. fügte Margot
hinzu. ,, Erst wollte das Institut ihn stehlen , für ihre Labor
Arbeiten. Aber dann hatten sie es sich anders überlegt. Denn
Professor Ornatie war ja hochgradig ansteckend gewesen nach Meinung
der Zeitung". Margot machte sich jetzt wirklich lustig über den
Kauz Dr.Ornatie.
Mit unheilvollen Blick schaute sie Slavko an.
Was er wohl über ihn zu sagen hatte. Er als Schriftsteller , und
Lesekünstler , war doch gebildet , und seine Wortwahl immer
zutreffend.
Sie sah aus diesem Grund neugierig in seiner
Richtung. Sein dunkler Schatten wurde dann an den Hauswänden länger
als er sich anfing zu regen. Soeben hatte er noch mit seinen Daumen
schnippend die halbvolle Flasche Koniak geöffnet. Die Dunkelheit
herrschte jetzt im Zimmer wie über das Land Großhülsberg und er
trat neben ihr zum Fenster hin , als er da Glas leer getrunken hatte.
Eine Zeitlang schwiegen sie vor sich hin ,und blicken nichts als aus
dem Fenster. plötzlich hatte es Margort gar nicht mehr interessiert
, was er über den Professor zu sagen hatte. Es war wohl Zeit dafür
, der Realität zu entrücken. Margot wie Slavko verfolgten es beide
, inständig an das gleiche zu denken.
Nur ab und zu lugte der
bleiche Mond durch die schwere Wolkendecke hindurch . Sein fahles
Licht lag auf Slavkos Gesicht , der jetzt wie Margot zum kleinen
Friedhof hin schaute. Vor dem Fenster hängende Zweige .
Ihre zierlichen Äste sreichelten zärtlich die breite Mauer aus roten Backsteinen , die das Grundstück vom Friedhof trennte. Margot konnte sehen wie der Dunst der Kälter dahinter auftstieg.
Sie kam ins Grübeln als ihre Augen , wie die von Slavko auf nackte Grabsteinsteine stießen.
Sie
wirkten an Ecken und Kanten kahl , und waren alleine für die Natur
zugänglich. Hier und da war das Gestein brüchig , und alt. Einige
Garbfelder ohne Namen , blieben verwildert und von Unkraut
durchsetzt.
Nebelschwaden trugen sich davon , durch die
gepflanzten Trauerweiden des Friedhofs hindurch.
An manchen
Stellen an der Mauer waren schmutzverkrustete Stellen zu erblicken ,
von kleinen Mooswucherungen beschädigt. Auch Laub lag dort
durcheinander aufgewirbelt herum.
Man konnte wenn es dunkel war
immer mehr Neues in der Natur erkennen. Slavko wie Margot widmeten
sich ihren Gedanken nur zu gerne auf dieses eine Schauspiel das ihre
Bewunderung hatte.
Natursteine
färbten die dekorativen Elemente , im feuchten Garten von Slavkos
Anwesen. Die Natur erschuff sich , im kleinsten Lebensraum , in
naturfreundlicher Übereinstimmung , mit dem Wasserspiel des
Gartenteich , den Slavko vor nicht langer Zeit angelegt hatte. Die
Nacht strahlte alle Verborgenheit des Tages aus , war verwurzelt mit
den grünen Sprossen des Erdenmantels , das sich mit dem Weltlichen
Gehäuse aus der Natur vereinte. Margot schaute noch immer aus dem
Fenster , vernahm dieses weltliche Gefühl als die einzige Macht des
Erdenuniversums worin sich die verstörten Gemüter der Menschen
verirrten.
Sie hatte die Aufkommende Stimmung zwischen sich und
Slavko sehr genossen. Sie meinte das er etwas an seinem Garten
verändern müsste , das dass grüne Gärtlein grausig aussehe. Sie
sagte , das sein Anblick ihr Angst machte. Da sagte Slavko , das er
sich schon lange nicht mehr um seinen Garten gekümmert habe. Seine
Kunst beeinflusse ihn zu sehr , das er keine Zeit habe sich um das
Unkraut zu kümmern. Er wolle im Frühjahr wieder damit gebinnen.
Nötig ist es sagte Margot darauf , sonst kommt dein Garten , dein
Haus und du selbst noch zuschanden. Ein leichter Wind strich durch
das alte Haus , er trug den Geruch von Fäulnis und Verwesung hinter
sich her ,wohl kam er vom Friedhof her. Margot überlegte nicht lange
, zählte die Grabsteine , und die alten Gräber und bekam eine
Gänsehaut , als ihr die Totengebeine dazu einfielen. Slavko musste
lachen denn er konnte ihre Gedanken lesen. Er fasste sie leicht an
den Schultern , sah ihre Erregung im Gesicht denn er wusste was sie
für ihn fühlte. Der Friedhof war nichts als eine Flucht vor ihm und
sich selbst. Kurz verharrten Margot und er in einem schweigsamen
Moment. Dann sagte der Künstler zu ihr , dabei umfasste er ihr
zartes Kinn mit seinen Lippen , mich drängt es , dir zu sagen , das
ich es wagen würde , mit dir zu tun , wonach mir der Sinn ist".
Margot musste lachen , außerhalb dieser Räume Slavko kannst du tun
und lassen was du willst , aber deine Absichten mich übers Ohr zu
legen gelingt dir nicht". Slavko hatte nicht damit gerechnet ,
er dachte Margot würde auf ein Wort verzichten , das sich so anhörte
wie gerade eben.,, Übers Ohr legen , wie kommst du darauf ".
fragte er sie. ,, Seit langem habe ich das Gefühl , das du mich für
untauglich hieltest. Ich bemühte mich dir zu gefallen entkam es über
ihre Lippen aber du verweigertest mir in der Vergangenheit jeglichen
Blick. Immer haben die Frauen die dich besuchen kamen eine besondere
Rolle für dich in deinem Leben gespielt und dein Interesse gehabt
und heute zapfst du mich an , wie deine Mädchen im Separee. Du hast
mich heute zu dich eingeladen ,wahrscheinlich möchtest du mit mir
das Hirtenamt für unsere kleine Gemeinde durchgehen , oder willst du
mir einfach dein künstlerisches Wort verleihen mein schöner
Schreiberling Slavko ".
Jetzt fühlte Slavko sich von ihr um
den Finger gewickelt.
,,Wann ist es dir aufgefallen , das ich
dich mit Absicht ignorierte" .stürzte sich seine Frage auf
sie.,, Du Meister des Übersinnlichen , , wie du mit deiner Erotik
umspringst , ist jedem deiner Weiber bekannt. Deine unterdrückten
Gepflogenheiten , dringen durch mich hindurch wie ein Wasserrieseln.
Ich sehe dich spielen mit den Frauen , und wünschte mir immer du
hättest das gleiche mit mit getan , aber du nahmst mich nie wahr ,
noch lag ich in deinem Blickwinkel. Jetzt sind wir beste Freunde und
du und ich stehen uns so nah , das du anfängst , deine Finger nach
mir auszustrecken "gab sie als Antwort wieder. Er hob den Kopf
und sah ihr in die Augen allerdings in gefahrvoller Absicht.
Da
fiel sein Blick auf ihr Schatten. Der ihn beeindruckte und
gleichzeitig faszinierte. schweigend , hatte er ihn beobachtet. Warum
nur war er Tage , Wochen, und Monate von ihr so lange getrennt
gewesen. Sollten es Jahrhunderte werden? Wenn sie jetzt nicht Intiem
werden , wann dann?
Ein schleichender Prozess hatte sich zwischen
ihnen ausgebreitet wie der Nebel aus der Vergangenheit sich auf
seinen Augen legte. Er griff nach ihrer Hand. Und noch sah Margot
Ahnungslos aus. Sie wagte nichts zu sagen und sah ihn nur mit großen
Augen an.
Slavko dachte , die hatte ihn nicht umsonst auf etwas
Bestimmtes hingewiesen. Sie hatte eine Absicht verfolgt. Etwas was
eine Erlaubnis von ihr bedurfte oder etwa nicht?
Sein Drängen
hatte ihn davon überzeugt bei ihr nicht nachzugeben. Er wollte ihre
Jungfernschaft zerstören.
Er
war nicht ihr Bräutigam , auch nicht wirklich ihr bester Freund aber
er war immerhin was sein Gewissen anging besser als der Tod oder der
Teufel. Das gehörige dazu war ihm auch nicht fremd und mehr als
vertraut. Was heißt er war kein Mann der alles frisst , nur ein Mann
,der die Natur der Frauen schätzte. Ihre Stimme klang belustigt als
er sie fragte willst du mit mir schlafen und sie ihm antwortete und
wo bleiben die anderen Frauen die du vor meinen Augen verführst? In
diesem Augenblick regte sich kein Lufthauch mehr , in den Zimmern
herrschte nachdenkliches Schweigen. Die Nebel hatten sich verzogen ,
der Blick aus dem Fenster war rein und klar. die Proportionen der
winzigen Häuser in der Ferne wurden sichtbar.
Slavko musste
schwer schlucken und stolzierte vom Fenster zurück auf sein teures
Sofa.
Er schaute rüber zu Margot und beobachtete ihre
reflexartigen Bewegungen.
Sie griff zum Goldrahmen der
Kunstgemälde und strich sanft darüber. Ihr Kleid war einfach
geschnitten und ihr Haar glatt nach hinten gekämmt. Dann drückte er
mit seinem Zungenrest gegen die schwere seines Gaumens um sich
Gerecht zu werden.
und versuchte etwas zu sagen , als müsste er
sich eine Niederlage eingestehen.
Er sei sich immer nur treu
gewesen sagte er und wollte sich nicht seiner Illusionen berauben
lassen. Er sei Schriftsteller und fürchtete den Menschen und dessen
Trägheit.
Ich verstehe sagte Margot.
Ohne zu ahnen welche
Gedanken Margot durch ihren Kopf kreisen sagte Slavko , ich suche
eben immer nach Mädchen .Dann zögerte er einen Augenblick lang , so
als suchte er nach dem Ursprung seines Gedankenkernes , bevor er
weiter sprach. ,, Ich weiß einfach nicht , welche Frau mir wirklich
ein Untertan sein will".
Margot zog bei seinen letzten Worten
, unsicher ihren Mantel über. Dann tat sie einen Schritt auf ihren
Liebsten zu , der sie bat neben ihr auf dem Sofa platzt zu nehmen. Er
knipste eine kleine Lampe an. Sie stand gleich neben dem Sofa auf
einen kleinen Tisch. Der Lichtstrahl fiel sogleich auf das alte
Tapetenmuster. Der andere Teil des Lichtstrahls fiel auf das rosige
Gesicht von Margot. Sie staarte Slavko jetzt aufmerksam an , als sie
zu ihm flüsterte:
Frauen sind also nur Marionetten für dich.
Slavko verzog jetzt keine Miene.
In seinen Augen funkelte
es böse auf.
Am liebsten hätte Margot ihm den Hals umgedreht.
Jetzt hasste sie seine Männerstimme als er ja sagte. Margot war
erschüttert.
Flüssigkeit trat aus seiner Hose als er eine
Tintenpatrone in seiner Hosentasche zerdrückte. Wütend stand er auf
und strich hastig durch sein Haar.
Steif wie ein Brett stand
Margot da als er sie an sich zog und ihren Mantel von den Schultern
riss.
Jetzt lernst du mich richtig kennen sagte er und stürzte
sich auf sie. In der Tat dachte Margot betroffen.
Am
Anfang seiner Annährung , hätte Margot gerne geschmunzelt. Aber
dann wurde es ernst und Slavko , grob und immer zudringlicher. Mit
den Worten. ,,Den Schmerz zu Göttin wandeln: und während er dies zu
ihr sagte ,drückte er mit stürmischen Gefühlen seinen Kopf in
ihrem Busen hinein. Margot bat ihn , damit aufzuhören , aber Slavko
hörte nicht damit auf , und wollte nicht aufhören grob zu ihr zu
sein . ,, Die Schmerz zu Göttin wandeln , die Schmerz zu Göttin
wandelt". stöhnte Slavko erneut und riss ihr die Kleider vom
Leib.
Langsam verlor Margot ihre alten Gefühle , die wie wild
aufflackerten vor Zorn und Angst.
Beide kamen sich nun näher ,
keineswegs aus Liebe , hier herrschte nur wilde Wutbegier.
Gerade
als Slavko Rendell beim Stöhnen angekommen war , war er müde von
Margot hinunter gefallen. Er wischte sich den Schweiß aus der Stirn.
hörte nicht wie
Margot neben ihm weinte und sich vor ihm fürchtete. Slavko blieb weiter davon unberührt , strafte ihre Zärtlichkeit , mit seinem Spott.
Beim Schaden den er ihr angerichtet hatte ,hatte sie ihm gern gedient. Alle erotischen Szenen mit ihm waren verflogen , sowie die Anziehungskraft die Slavko vorher auf sie machte.
Sein
Formidabelles Ansehen , ging über in unerfreuliche Gedankengänge.
Als Margot das verstanden hatte , griff sie nach ihren Sachen und
verließ das Zimmer , worin Slavko alleine zurück blieb. Mit
schmutzigen Schuhen kam sie Zuhause an. Sie kochte in der Küche
heißes Wasser und füllte damit ihre Wanne auf. Es war sehr warm in
ihrem Waschraum. Ihr Haar hatte sich kurz vor dem Aufprall auf dem
Boden in Slavkos Hände verfangen und Schwellungen unter der Kopfhaut
wurden ihr gewahr. Aus ihrem Medizinschrank nahm sie sich ein paar
Beruhigungstabletten und dann legtes sie sich nachdem sie gebadet
hatte schlafen.
3. 5 Jahre später
Slavko hielt sein
scharfes Rasiermesser in der Hand und hielt es dicht vor seiner
Kehle. Er dachte an seine Halsschlagader und wollte ein Stolpern mit
der Klinge vermeiden. Er war seit langem wieder Erfolgreich , und
seine Romane verkauften sich wie eine heiße Flamme brennt. Er war
auf dem Weg zu einer kleinen Unterhaltung und er beeilte sich jetzt.
Natürlich behielt er dabei , das Schrecken und das Grauen im Auge ,
das sein Gesprächsthema sein würde. Über dem Drang zu töten
darüber schrieb er erleichtert man kann es sich nicht aussuchen
entweder man tut es oder nicht. Das Morden scheint weit verbreitet zu
sein hatte er sich verteidigt als man seine seelenlosen Monster in
seinen Büchern kritisierte. Es kommt einem das nackte Entsetzen ,
zählt man die vielen Leichen in ihren Büchern sagte ein begeisterte
Leser von ihm.
Seit meinen Kindertagen sind Leichen ein
Bestandteil meines Lebens , informierte der Schriftsteller seine
Zuhörer. Damals verbrachte ich glückliche Stunden auf dem Friedhof.
Ich steckte Kerzen in Leuchtern , und sah wie sie stündlich runter
brannten , auf einem festlich geschmückten Grab. Am dramatischsten
fand ich wenn die frisch Verstorbenen noch in ihren Särgen lagen und
das geschäftige Treiben im Leichenschauhaus , mich mit seinen
ruhelosen Schwingungen mich aus dem Gleichgewicht warf , denn spürte
ich das Ungleichgewicht zwischen Leben und Tod in der
Aufbewahrungshalle noch am deutlichsten. Diese Energie , die in der
Totenstarre aus den Fugen geriet , kam mir mit seinen fein
stofflichen Erscheinungen Selbstlos entgegen.
Bei seiner letzten
Vorlesung saß die Bibliothekarin Margot in der letzten Reihe auf
einem Stuhl. Es scheint , als hätte Slavko sie vergessen. Für sie
war er ihr Widersacher und sie würde zu ihm zurückkehren ,wenn sein
Rachen an seinem Rest Zunge erstickte.
Auch wenn Slavko Tot und
begraben ist ,würde sie sein Grab öffnen und seine Knochen mit
ihren Händen verschlingen. Erst dann ist seine letzte Stunde
gekommen. Margot war seinetwegen oft bei dem alten Priester gewesen.
Sie legte seit den Vorfällen im Haus des Schreiberlings täglich die
Beichte ab. Sie flehte den Mann in der Kutte an , ihr zu helfen sich
nicht weiter gedemütigt von dem einen mal zu fühlen. Denn das
Unglück wäre über sie gekommen erzählte sie dem Mann im
Beichtstuhl.
Sie hatte ihre Kniescheibe , vor Wut und
Verzweiflung , mit ihren Händen verdreht und verzehrt. Seit dem sehe
das linke Knie hässlich geschwollen aus. Margot hätte das Gesicht
des einen darauf eingeschlagen , der ihr das angetan hat.
Sein
zweiten Gesichts auf ihren Knien sagte sie mit einem erstickten Laut
in ihrer Stimme. Sie sei immer bei ihm gewesen , wenn er sie zu sich
einlud und Angesicht der erotischen Spannung wäre sie gerne bei ihm
gewesen sagte sie dem Priester. Es überraschte nicht das Slavko sie
genommen hatte , denn er hatte sie Tage zuvor gekränkt und sein Tun
angekündigt , doch sie wäre trotzdem zu ihm hin gegangen. Es ist
ihre Schuld was passiert ist , erwähnte Margot bitter. Jetzt hörte
sie sich seine Stimme an , von dem der sie vergewaltigt hatte. Ohne
den Teil seiner restlichen Zunge , musste Margot bemerken das er noch
ganz gut sprechen konnte. Man verstand jedes Wort von ihm und das
ohne jegliche Mühe ihm zuzuhören. Es machte Margot so wütend , das
sie ihre linke Knie mit ihren Händen umgriff , bis es sich anfühlte
, als sei das Knorpelgewebe von einem schmerzlichen Nervenschmerz
durchdrungen.
Nach seiner Vorlesung hatte sich Slavko mit Mimi
und Marion in ein Restaurant zurück gezogen. Es war bis auf den
letzten Platz besetzt. Alles war schrecklich elegant und vornehm in
den Räumlichkeiten eingerichtet.
Für Margot schien es , als
wären Mimi und Marion , für Slavko seine Familie zu sein. Zwischen
ihnen stoben Funken und das Gelächter. Inzwischen hatte sich Margot
wieder beruhigt und ihre Sehnsucht war zurück gekommen als sie
erneut ihr Ziel ansteuerte Slavko etwas schlimmes anzutun.
Sie
hatte einen Traum , über ihr zugefügtes Leid hinwegzukommen. Ob als
Mörder oder als Opfer , ihr war beides egal.
Die zwei
Freundinnen von Slavko hatten ihre beiden Armen um seine Schultern
gelegt. Es wirkte nicht echt , doch scheinbar legte Slavko kein Wert
darauf: Für ihn waren Mimi und Marion bloß ein billiger Ersatz für
seine Langweile, und dank ihnen sparte sich Slavko Zeit , Geld und
lästige Besuche in einem Bordell. Seine Schleimhäute waren
entzündet aber er ließ es sich nicht anmerken. Er aß reichlich und
betrank sich. Zu spät viel ihm die Frau mit schwarzen Haaren am
anderen Tisch auf. Es spielte keine so große Rolle denn sie war
wieder verschwunden. jetzt klang seine Stimme ohne Zungenspitze
wieder völlig normal. Seine Affären waren bedauerlich dachte Margot
,sie würde sich später mit ihm darüber unterhalten wenn Slavko
ganz ihm gehörte. Seine Engstirnigkeit wird ihm noch leid tun dachte
sie als er mit den Weibern in seinem neuen Wagen mit Chauffeur
einstieg. Die Weiber sahen wie seine Zofen an seiner Seite aus. Mimi
hatte wie immer zu sehr ihre Augenbrauen gezupft , und sah wenig
bezaubernd aus , dafür war Marion wirklich zu beglückwünschen. Sie
stach wohltuend ins Auge weil sie schüchtern mit ihrem blonden
Lockenkopf kaum eine Person darstellte vor der man sich fürchten
müsste. In ihrer Handtasche waren zick Stricknadeln zu finden. Ihre
Finger spielten die ganze Zeit damit rum , was wohl eine Angewohnheit
von ihr war.
Sie liebte Reifröcke und arbeitete tagsüber im
Theater. Slavko hatte ihr den Job besorgt und seit dem nähte sie die
Kostüme. Als Margot die Drei mit dem teuren Wagen weg fahren sah
suchten ihre zarten Händen nach ihrer Kniescheibe. Auf dem Heimweg
traf sie den Leichenbestatter von Großhülsberg. Margot konnte nicht
behaupten dass sie seine Begegnung mit ihm unangenehm fand. Sie
wusste das Slavko bei seiner Arbeit zu schwärmen anfing. Das Gesicht
des Leichenbestatters war geschwollen , vom Tode gezeichnete
Tagesereignissen bestimmt. Es gibt nur wenig was Margot ihm sagen
konnte. Guten Abend Herr Bestatter was macht ihr Ischias Nerv? Da
sagte der Mann , Leiden. Was tun sie dagegen wollte Margot wissen.
Das Radio laut aufdrehen sagte der Leichenbestatter. Margot musste
lachen und sah ihm noch lange nach , wie er seine langgezogenen
Wanderung durch die Stadt machte , wie jeden Abend.
Margot
suchte wie er nach der Wahrheit , und ebenso wie er war sie entmutigt
vom Leben , das nur zu einem selbst hinführte , man muss es nur
erreichen. Bei diesem Schlussgedanken bewegte sich Margot vorwärts.
Irgendwann in der Nacht hatte sich der Sturm gelegt. Ein
zerklüfteter Moment kam auf wo sie sich Slavko hustend und mit
Heiserkeit vorstellte.
Ein wenig schwarz seherisch ging sie
ein Tag später zur Arbeit. In den Regalen räumte sie Ramschware ein
und dann stieß sie auf Slavkos neuen Roman das Teufels Duo. Im
Gaslicht der Lampen fing sie an darin zu lesen. Sie war jetzt alleine
im Lesesaal ,und die meisten Leser waren schon gegangen. Und sie fand
das Werk in ihren Händen , war das Werk eines echten Künstlers.
In
dem Roman waren fast alle blind , die Huren und die Gäste , die
Frauen im Damensalon. Auch die Könige die im Palast wohnten. Auch
die Maskierten waren blind und wie als würde das irdische davon
leben , hatte das Licht die Dunkelheit gemacht. Das Buch war
Übersinnlich , fixierte sich auf die blanke Angst. Hatte Slavko
gegen irgend etwas Verstoßen bei der Frage warum es so geschah.
Margot war sich nicht sicher. Sie befand sich plötzlich in einem
erfüllten Zustand den man für hypnotisch hielt. Ihr Herz schlug
immer lauter ,so als hätte es etwas gesagt. Slavko nahm vor ihren
Gedanken und in ihren Erinnerungen eine mächtige Gestalt an , so das
sie glaubte ihn im anderen Teil des Lesesaales zu hören. Aber sie
wusste , er würde einen solchen Raum nie betreten , denn er
fürchtete diese Räume mehr als sein Leben.
Mimi und Marion zogen ihre roten Samtcapes über. Mimi verschwand nochmal im Bad , wo Marion kurz nach ihr nochmals auftauchte. Unmittelbar stürzte Slavko ins Bad weil sich etwas in ihm regte , in den dunklen Tiefen seines Magens. Er drängte zum Lichtschalter und dann übergab er sich im Klo. Mimi und Marion waren Ahnungslos.Als er zu ihnen trat und sie das Haus verließen hatte Slavko ihnen nicht von seiner Übelkeit erzählt. Ein schleichender Prozess kündigte sich an , aber Slavko wollte sich nichts anmerken lassen. Sein Chauffeur fuhr sie in ein teures Lokal in einer dieser feinen Gegenden von Großhülsberg. Denn es war Heiligabend und das sollte gefeiert werden. Zusammengekauert saß Slavko in der Ecke des Beifahrersitzes und nahm die Gestalt eines kranken ein. Seine Füße verkrampften und er bewegte sich eine Minute nicht , erst als Mimi ihn fragte was mit ihm los sei änderte er seine Haltung. Nach seinem Puls tastend , gab er plötzlich wieder den Ton an. Was trügt ihr mich ihr dummen Weiber , ich halte was ich verspreche , und will heute leben wie Jesus es vom heutigen Tage getan hat , kam es spöttisch über seine Lippen. Ich ergebe mich und bin lustig wie ihr , ihr dummen Ziegen also fragt nicht was mit mir los ist sondern lebt mit mir in meinem Luxus den ich an euch zu vergeben habe. Slavko tat wie immer bei seinen Späßen wie ein Held und sagte mit einer vergebungsvollen Geste , also seit ihr bereit wie ich ein wenig lustig zu sein. Marion kicherte wieder drauf los und ergriff das Wort. Slavko wenn du so redest wie jetzt erinnerst du mich an meinen dummen alten Lehrer Dr. Herr Fauststich. Der sprach auch immer vom lustig sein wie du. Slavko verlor bei ihrer niedlichen Stimme seine steife Körperhaltung und gab Marion einen Kuss für ihr dummes Gerede. Sie war ja so süß. Allerdings gefiel es ihm gar nicht als sie anfing ein Lied über den gesalbten Christus zu singen. hör auf ich kann es nicht mehr hören schrie Mimi sie an aber Marion sang weiter. Die Verrücktheit deiner Schwester hat wieder zugeschlagen sagte Slavko und bat seinen Chauffeur mit seinem Wagen die Straßenseite zu wechseln. Er sollte kurz anhalten , denn er wollte sich noch ein paar Zigaretten kaufen. Der Chauffeur hatte verstanden. Kurze Zeit später öffnete Slavko die Wagentüre , mit der Aufforderung den Motor laufen zu lassen. Dann stieg er aus und ließ die beiden Hühner auf den Rücksitzen allein im Wagen zurück. Es wehte ihm ein kalter Abendwind ins Gesicht und die Straßen waren glatt und gefroren. Man musste aufpassen nicht hinzufallen. Das Autogehupe von der Straße löste die Beklemmung des Schweigens etwas auf. Slavko sah zur Wolkendecke hin , die sich grau vom Straßenschmutz gefärbt hatte. Einige Menschen kamen im in eleganten Abendroben gekleidet entgegen. Ein Taxis eilte an seinem Fahrzeug vorbei in dem seine beiden Hühner warteten. Ein kalter Schneeregen hatte begonnen. Über dem Eingang des Tabakladens prangte eine Leuchtschriftreklame. In dem Tabakladen stand eine lange Schlange von Personen. Dort traf Slavko auf Isak Stanko und seine Frau Anna. Er führte sie aus weil ja Heiligabend war. Frohe Weihnachten sagte Slavko. das wünschen wir dir auch sagte Isak und auch Anna. Bist du noch immer mit diesen Hühnern zu Gange wollte Isak von Slavko wissen. Du weißt ja ihr Verhalten ist sehr auffällig. Es gebührt deiner Großzügigkeit wenn du weist was ich meine , denn die können doch gar nicht alleine auf sich aufpassen hatte Isak unbekümmert laut ausgesprochen. lass das nur meine Sorge sein sagte Slavko. Isak mischte sich Anna im Gespräch der beiden Männer ein , Tadel Slavko nicht , die Weiber lieben ihn nun mal ,was besseres kann einem Mann nicht passieren sagte sie mürrisch. Sie musste sich bei Slavko für die Worte ihres Mannes entschuldigen. Isak hat einfach keinen Sinn für das Absurde , bitte Verzeih. Absurd kam es enttäuscht aus Slavko , also Anna Absurd findest du mich ? So habe ich das nicht gemeint sagte sie bitter. Also wenn du so weiter machst Anna könnte ich meinen du bist besser bei den Frommen Kirchenbrüdern aufgehoben als bei mir belohnte Isak seine Frau für ihre Untreue. Ich jedenfalls verlange jetzt nach einem Weizenbier. Als Isak beim Ladenbesitzer bezahlt hatte , hatte auch Slavko den Laden mit einem Päckchen Zigaretten verlassen. Der Lärm auf der Straße war vom hellen Schein der Weihnachtsbeleuchtung begleitet und es fing an zu schneien. Mimi und Marion hatten Slavko schon ungeduldig im Wagen erwartet. Wen ich euch beide nicht hätte sagte er zu den beiden und setzte sich neben sie auf den Sitzen.
Nun bin ich erfreut das ihr meine Mädchen für alles seit , heißt nicht das ihr dumm seit. Aber Slavko wie kannst du nur so was von uns sagen gab Marion von sich. Nichts schlimmes bedeutet es , denn ihr seit ja noch nicht für mich gestorben tröstete Slavko sie.
Du bist ein Vorbote der Hölle Slavko , aber kein Erlöser mein dummer Freund , kam es jetzt unendlich auch von Mimi. Wohl bist du still , sonst pflanzt ich dir kein Baum empörte sich Slavko bei ihr. hör du auf , du müsstest dich selbst mal reden hören. Aber ich weiß was du denkst sagte Marion , Übung macht den Meister und als Marion sich das wagte zu sagen , da viel sie in Ungnaden und wurde sexuell interessant für den Schreiberling. Da sagte dieser Bejahend ,wer nicht schafft mächtig zu reden , der hat Trost verdient. Also Slavko dir bleib ich treu und werde dir deine Sünden nicht anrechnen mischte sich Mimi im Gespräch der beiden Zanklustigen ein. Gut so dann wirst auch du heute in meinem Bett leiden erwiderte Slavko fast schon segenvoll. Bei diesen Worten musste alle drei lachen. Und auch der Chauffeur tat es ganz leise.
Als der Wagen hielt gingen sie rein in dieses teure Lokal. Was für ein Segen uns dein Geld beschert sagte Marion , und sah auf die teuren Speisen die auf den Tellern für sie serviert worden waren. Denn ich will euch Speis und Trank geben sage ich dir meine liebe Marion dafür hab ich gleich mein Spaß im Bett mit dir , sagte Slavko. Er schelte sie ganz schön für ihre Dankbarkeit. Das unser Dasein nicht vergeblich ist mein Freund nicht wahr ,sprach Mimi böse auf ihn ein. Das will unser Slavko damit sagen. Du verstehst mich liebe Mimi aber so meine ich es , gestand er ihr zu. Naja dann kann ich das Nachdenken weg lassen sagte Mimi und bestelle mir lieber noch ein Stück Kuchen. tu das , tu das meine Geliebte und rühme dich dabei es mir gleich gut zu besorgen. Jetzt reicht es mir , lass uns sofort umkehren und gleich das Bett aufsuchen deine Worte Slavko machen uns ganz empfänglich für dich. Zeig bist du schon kurz davor fragte Marion und fasste erbost zwischen seinen Beinen. Sie zählte eins , zwei ,und drei und dann regte sich sein Blut das es ganz hart unten rum wurde das Slavko seinen Reichtum vor der Kleinen nicht länger verbergen konnte. Sein Rest Zunge wirbelte im Mund , war bereit zu Antworten aber er steckte sich lieber eine Zigarre an. Den blauen Dunst pustete er in Marions Gesicht. Wie ein Windhauch war er in ihr Gesicht aufgefahren und benebelte ihre Sinne. Sofort ließ sie von ihm ab. Aber vergiss nicht Slavko ich hätte ihn gerne um den Finger gewickelt. Dann sagte sie mit Spott in der Stimme zu ihm , er ist nämlich alles was ich habe. Da wird mir aber Angst und Bange sagte er und lachte sie aus. Auch Mimi lachte und dann auch Marion.
Sie haben wohl die Erfüllung ihres sinnlosen Lebens gefunden schalteten sich Margot Kleins Gedanken ein. Sie wollte was diese Personen anging ihre Gefühle nicht vertiefen , noch ihnen Sympathie entgegen bringen , außerdem war Margot kein bestechlicher Mensch , das sie von dem Eindruck ihrer Mitmenschen sich beirren ließ. Von Zuwendung wollte sie auch nichts wissen , aber die Sünde die wollte sie Slavko schon anrechnen. Sie hasste ihn noch immer und sie wollte sich bald schon bei ihm rächen.
Ihr Lieblingsautor Slavko Rendell und seine helldischen Dichtungen und Komödien werden bald schon Vergangenheit sein. dachte Margot über diese fast schon fremde Gestalt , denn sie noch immer heimlich für seine Kunst liebte.
Und füge ihm ein paar Schmerzen hinzu , und du hast den Segen der Götter , hatte Margot über sein Schicksal nachgedacht.
Sie
wollte dafür sorgen das Slavko an seiner Angst zugrunde ging. Als
sie Freude beim Gedanken daran empfand aß sie weiter ihren Kavia
Krapfen. Wie köstlich dachte Margot und langte weiter zu.
Sieh
mal ist das nicht Margot Klein. Mimi schaute zu ihr in ihre Richtung
aber Margot kümmerte es nicht. Jetzt erkannte sie auch Slavko
endlich. Wieder wurde ihm schlecht und sein Magen drehte sich. Er
bekam ein Hustenanfall und fiel vorn über den Tisch ,mit dem Gesicht
in seinem Meeresfrüchtesalat.
Mimi übertrieb wie immer in allen
Maßen und Slavko der war grauenhaft und gräßlich gestorben.
Der
Arme dachte Margot
Es
war ein riesen Geschrei im Lokal entstanden , fast wie in einem
Schreckenskabinett. Slavko als Leiche und Attraktion und Margot als
Herrscherin des Todes. Auch sie musste jetzt merken das ihre Beine
sie nicht länger tragen wollten. Sie verließ durch eine Seitentüre
kurze Zeit später das Lokal und war Tränenüberströmt verdienter
Weise geflüchtet. Im nahe gelegenen Park setzte sie sich auf einer
Parkbank. Ihr voller Magen ergoss sich auf dem Schneebedeckten Boden.
Ihre Kaviakrapfen sahen dem entsprechen im Schneematsch aus. Es war
eine nervliche Situation. Margot suchte nicht nach der Ursache ihres
Unglückes , sie konnte sich getrost sein das ihre unsichtbare Welt
nun gerettet ist. Slavko war tot ,und sicher sie hatte ihn zu
verachten gelernt ,ein Grund ihrer Überempfindlichkeit. Hätte sie
nicht mit dem Leichenbestatter verhandelt , so wäre Slavko seinem
Ziel immer näher gekommen sein Publikum zu überlisten. Von seiner
Fantasielosigkeit sollte keiner etwas bemerken. Dieser Stümper
dachte Margot und kotze einen weiteren Kaviakrapfen aus. Die
Einbalsamierungslösung legte sich wie eine böse Schlinge um sein
Hals. Margot war als er nicht Zuhause war in seinem Haus eingedrungen
und hatte sie in seiner Kleidung und in seinen Wasch Utensilien
verteilt. jetzt war er doch tatsächlich daran gestorben. Das sollte
ihm eine Lehre sein , und eine Erlösung für sie. Als sie seine
Leiche sah , durchfuhr ihr ein oberflächlicher Schmerz aber es
reichte ihr noch lange nicht das er nur oberflächlich war. Slavko
war auf grauenhafte Art und Weise ums Leben gekommen , das gab Margot
gerne zu. Das konnte kein Mensch getan haben würde man denken.
Der
Ansicht nach würde es heißen sein krankes Herz ist es gewesen. Am
Anfang steckte ihre Gier dahinter , das Gift an Slavko nur
auszuprobieren. Die Einbalsamierungslösung war fast schon wie ein
Beruhigungsmitteln wie Margot fand. Sie besaß noch ein Flächen
davon in ihrer Manteltasche.
Sie wollte noch einen einzigen
kleinen Gedanken daran verlieren und zog das schwarze Fläschchen mit
zitternden Händen aus ihrer Manteltasche hervor. Mit verächtlichen
Gefühlen saugte sie die ätzende Flüssigkeit mit ihrer Nase , nein
mit ihrem Gesicht in sich ein. Margot geriet davon in völliger
Bewegungslosigkeit und erstarrte davon etwa eine Minutenlang. Sie
dachte etwas lauerte auf sie , wie als sei sie eine Beute für
jemanden geworden als der Geruch Flügel bekam und sie ereilte. Es
schien als bewirkte die Einbalsamierungslösung die absolute Gewalt
über sie. Die Qual steigerte sich fürchterlich beim Sog an der
Flasche. Dieser Geruch , schien keine Reichweite zu haben. Dessen
Wirkung Margot zu überführen versuchte. In ihrem Haus , in der
Stapfenstraße nahm sie erst mal eine Schmerztabletten gegen ihre
Kopfschmerzen ein als der Rausch vorbei geflogen war. Aber auch weil
ihr Knie weh tat. Sie schlug darauf auf , als sie vor einer Woche im
Schneetreiben hin gefallen ist. Das war als sie zum Leichenbestatter
gehetzt war. Wie vor dem Hungertod ist sie zu ihm gerannt. Und dann
reichte er ihr gegen das Geld , in einer schwarzen Serviette
gewickelt , ein derartig hübsches Fläschlein. Der Körperlicher
Zustand von Slavko hatte sich bald darauf verschlechtert als es
Margot gelang ihm es einzuträufeln. Selbst auf seinem Diamanten
Rring träufelte sie einen Tropfen. Ein altes hässliches Erbstück
wie Margot fand.
5. Margot war froh das Slavko tot war. Sie
war froh mit niemanden als sich selbst darüber reden zu können.
Ihre Mutter war alt , war vergesslich und krank. Sie würde bald
schon sterben , und außerdem ist Margot viel zu beschäftigt mit der
Arbeit als Geschwätzig zu sein. Sie hatte bemerkt das sie nach der
Beerdigung von Slavko ruhiger geworden ist. Manchmal hörte sie im
Satz einfach auf zu reden. Marion hatte ihr erzählt , das sie es oft
unmöglich fand das er bei allem seinen Senf dazu gab. Margot traf
sie einen Monat später ,als sie auf dem Weg zur Arbeit war auf der
Straße. Sie hielt sie kurz an. Armer Teufel sagte sie aber Marion
fand das gar nicht. Er war in letzter Zeit so mager geworden , und
trug von da nur noch diese engen Pullover. Meine Schwester sagte
Marion schenkte ihm dann eine teure Bluse aber die mochte Slavko gar
nicht anziehen. Margot musterte Marion spöttisch. Denn sie wusste
sogleich um welche Bluse es sich handelte. Es war diese Bluse , die
sich anfühlte wie Sandpapier. Auch in dessen Stoff tat Margot ein
paar Tropfen der tottraurigen Lösung beimischen. Sie fühlte sich
sogleich überheizt an. Margot wurde heute Morgen im fahlen
Morgenlicht wach. Aus dem Fenster sah sie die Obstbäume ihres
Nachbarn.
In dieser Woche verschaffte sich Margot mehr
Überblick über sie. Über den aktuellen Stand ihrer Blütezeit. Sie
freute sich schon wenn es Sommer ist ,und sie die ersten Erdbeeren
aus seinem Garten naschte. Die vielen Sorten von Früchten hatten es
ihr angetan. Ihre Familie selbst hatte nie einen Garten angebaut .
Sie hielten nichts von Erntearbeit. Sie kaufen lieber beim Bauer die
Kirschen ein , und noch anderes Steinobst. Sowie die Himbeeren und
Stachelbeeren.
Das Haus in dem Margot aufgewachsen war , war
alt. Sehr alt sogar. Es barg in sich ein dunkles Geheimnis, das
beinahe in Vergessenheit geraten ist , wäre da nicht ihr Vater
gewesen der immer wieder davon sprach , wie das Haus , das ihre
Großeltern umgebaut hatten , früher ein Leichenschauhaus war. Der
Vater des Leichenbestatters hatte früher darin gewohnt. Seit es den
neuen Friedhof gibt , ist ein neues errichtet worden.
Die
Stadt Großhülsberg waren nicht gerade großzügige Geldgeber ,
deswegen hatte sich ein Privatmann für die Auflösung der alten
Leichenhalle entschieden. Und errichtete eine neue am Stadtrand. Die
Leute von Großhülsberg drängten zu dem Entschluss. Die Bausubstanz
des alten Leichenschauhaus ließ schließlich nach , dafür besaß es
genügend Stromleitungen , und eine Wasserversorgung im ganzen
Gebäudeteil. Bald schon gehörte das Leichenschauhaus Margot
Großeltern Karl und Helga Klein. Das Haus bot ihnen viele
Möglichkeiten. Das Äußere war gut erhalten geblieben. Und im
Inneren herrschte diese kühle Härte ,die nie nachgab ,so als stände
etwas fest auf dem Boden. Die Toten stoben Funken , kamen aus ihren
Gräbern herauß und liefen auf das Leichenschauhaus zu , in das
Margot Klein aufgewachsen war.
Das Haus der Familie Klein ,
kam Margot oft wie ein Grab vor. Das Sterben nahm hier in diesen
kalten Wänden kein Ende. Jetzt wo sie wusste das sie Slavko getötet
hatte um so mehr.
Bei ihren Überlegungen hatte ihr niemand
dabei zugehört und das war gut so.
Als Margot noch ein
kleines Mädchen war , wurde im Wald nah bei Großhülsberg eine
Kinderleiche gefunden. Margot erinnert sich zurück an dem Tag.
Niemand weiß, wer das Kind war und wie es dort hinkam aber das
Mädchen lag später in der neuen Leichenhalle die man nah am
Stadtrand neu gebaut hatte.
Schon sehr bald wurde klar , das
ein Mann aus dem Gefängnis das Mädchen getötet hatte und
vergewaltigt. Man fand später die Mutter des Kindes , in einem Lokal
, dem Blaustrumpf , betrunken unter den Stammgästen vor. Nach ein
paar Jahren gestand sie , das sie den Mörder ihrer Tochter gut
gekannt hätte. Er hatte alle ihre Töchter missbraucht und Lisa
hatte er eben besonders geliebt sagte sie in den vielen
Gerichtsverhandlungen. Die Mutter hatte sich beim Mörder ihres
Kindes nie beschwert. Plötzlich waren die Toten für Margot nicht
mehr so weit weg dachte sie. Menschen verschwanden , starben und
kamen nie mehr wieder. Slavko war kein ehrenhafter Mann , ihn zu
vermissen lehnte sie energisch ab.
Seine unterhaltsame Art
brachten ihm nur den Tot ein. Glücklicherweise starb er schnell vor
ihren Augen sodas Margot kein Mitleid mit ihm verspürte.
Gelangweilt sah sie darüber hinweg. Schuldgefühle hatte sie
keine , Die resolute Verweigerung kam ihr bei dem letzten Gedanken
daran , wie eine Erlösung vor , den Mann getötet zu haben , der sie
vergewaltigt hatte. Was kümmert es sie sich noch weiter Gedanken
darüber zu machen. Seit dem Tod von Slavko war sie ein Egoist
geworden und das war gut so.
Als sie Zuhause war hatte sie mit
dem Schürhaken im Feuer gespielt. Sie bekam Wut , weil Männer
meinten sie hätten alleine über das Leben der Frauen zu
entscheiden. Sie geben an was eine Frau zu denken hat , was sie
fühlen darf und fragen sie doch immer nur zu um Rat.
Margot
fragt sich ist der Ausgangspunkt ihrer Tat ein echtes Verbrechen , es
zu beurteilen sie nicht mehr fähig ist ? Sie fragt sich ob es
richtig ist , es als die reine Erfahrung ihres Lebens anzusehen. Die
Schuld für Slavkos tot , darüber will Margot nicht nachdenken.
Seit
ihrem tiefen Fall ist Margot Klein eine vollkommen veränderte Frau.
Es war plötzlich Zeit ihr wahres Gesicht zu zeigen , so als bedauere
es sie , fast schon es zu erkennen. Beim Leichenbestatter hatte sie
in der Dunkelheit Zuflucht gesucht. Von da konnte es nicht mehr
gefährlich werden. Nur mit seiner Hilfe , mit seiner tödlichen
Magie konnte sie das schlimmste verhindern. Die Frage war in dieser
Nacht , wer den Kampf gewinnen konnte. Slavko oder sie , oder das
Gift. Nachdem Margot sich knapp entschieden hatte , fühlte sich ihr
Körper befreit.
In der Nacht als es passierte und Slavko sie
stürmisch nahm. Spürte sie einen unglaublichen spannenden Moment.
Sie weiß nicht , wo ihr der Kopf steht als sie weg rennt und aus
seinem Haus flieht. Alles scheint aus den Fugen geraten zu sein. Es
regnet , ein Junge war wie sie unterwegs , und sah wie sie spurlos in
den finsteren Gassen von Großhülsberg verschwunden war. Für ihn
war Margot eine gewöhnliche Frau auf dem Heimweg. Er wusste nicht
das ihr Selbst in diesem Moment auseinanderzureißen drohte. Margot
wird es klar , dass sie jetzt Himmel und Hölle in Bewegung setzen
muss , um das Schlimmste zu verhindern. Vielleicht kann der
Leichenbestatter ihr noch einmal helfen.
Sie hoffte es tief in
ihrem Herzen und er tat worum sie ihn gebeten hat. Für Margot begann
kurze Zeit nach ihres Racheaktes ein Alptraum. Sie fühlte wie die
Welt der Toten für sie wahr wurde. Sie sah Dinge verschwinden.
glaubte eine Botschaft , aus dem Jenseits zu empfangen. Doch in allem
machte sich deutlich , dass sie nicht gefunden werden will weder von
Toten noch von Geistern.
Über zwei Jahre sind jetzt seit Slavkos
Tot vergangen. Marion und Mimi sind seit dem zwei Vampire geworden an
die Margot immer zu denken muss. Es war das Jahr 1938 . Margot wurde
27 Jahre alt. Sie haderte mit ihrer Welt , las seitdem jedes Buch
zweimal was sie von Slavko in den Händen bekam und bereute
schließlich das sie ihn umgebracht hatte. Sollte es ihr neues
Schicksal werden. Doch dann ändert sich alles , sie wünschte sich
wie er zu sterben. Ihr langweiliges Leben wird alleine von einem
Menschen, einem Menschen der verstorben war ,lahm gelegt. Sie riecht
das Gift der Einbalsamierungsflüssigkeit in ihrer Nase .Das Gift
bewirkt eine geradezu aufdringliche Empfindung in ihr , eine
schwebende Kraft verliehen.
Sie nennt die zwei Fläschlein auf
ihrem Küchenregal , zwei Fieslinge im Glas.
Mit ihren Händen
schraubt sie die kleinen Verschlüsse der zwei Fieslinge auf , um den
betörenden Duft ihrer Inhalte in sich einzuatmen . Zur
Schmerzbekämpfung sozusagen , oder viel mehr um sich selbst zu
schützen ,vor dem Unbekannten Zweifel , der in ihr aufkam wenn sie
wieder an Slavko denken musste und sein schnelles Ende. Und während
sie der psychedelischen Bewusstseinstrübung nachging , wusste Margot
, das es Slavko , beim Sterben genau so ging ,wie in dem Moment als
sie an den Drehverschlüssen der zwei Flieslingen spielte. Margot war
sich sicher , der Einstieg mit der Nase in das Fläschlein war der
Anfang zum Tod. Viel mehr war es ein unersättlicher Rausch , der
sich fleischig und feucht in der Nasenwurzel anfühlte , und ihr
inneres so sehr berührte das Margot glaubte davon zu sterben solange
sie ihre Nase daran hielt.
Die Balsamflüssigkeit . Die auf dem
Tag verteilt zu heftigen Erregungszuständen führte. Die Margot
durchweg außer Atem kommen ließen. Sie suchte jetzt verzweifelt
nach einem Ausweg. Und wo als in Slavkos Werken konnte sie ihn
finden. Sie verschlang seine Bücher , hörte es Klopfen und
rascheln. ja sollte sie doch noch von Slavko entschädigt werden? Sie
wollte Abschied von ihm nehmen ,doch bevor sie wusste wie es ihr
geschah , sprach unerwartet eine Stimme zu ihr. Da passierte es als
sie wieder an der Flasche drehte. Sie sah ja so viel Blut fließen
und es war geflossen, schwere dicke Tropfen. Doch mittendrin fing nur
ein Unwetter an.
Sie hörte ihre Mutter die Treppe hochsteigen ,
dann wie sie ihr Gebet verrichtet hatte , hatte Margot ihren Geist
aufgegeben.
Das andauernde Windstreichen , erfüllte die restliche
Nacht. Der Schweiß klebte auf Margots kalten Stirn. Vor ihr
erstreckte sich unerreichbar ein helles Licht. Selbst das Mondlicht
hatte dieses phasenhafte Licht verschluckt. Und während Margot in
seine Richtung schaute ereilte sie der Tot. Sie ahnte nicht das sie
sterben würde. Nicht in dieser Nacht. Sie konnte nicht schreien denn
ihre Kehle war trocken. Wie eine Entzündung im Rachen konnte sie es
spüren. Als das Gift mehr und mehr wirkte fiel Margot in einem
Morphium ähnlichen Dämmerzustand , bis die Einbalsamierungs
Flüssigkeit ihr Herz erreichte und es lahm legte. Wie eine Injektion
war das Gift in ihren Körper eingedrungen.
So wie es Slavko in seinem Roman , an der Stelle seines Romans erklärt hatte , als die Grabräuber beim ausgraben einer Frauenleiche gestorben waren , als das Leichengift sie dahin raffte. Die Frauenleiche hieß Margot Klein. Ende
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